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Anforderung an Ebenheit und Verdichtung
Der Asphaltbelag der Fahrdynamikplattform auf dem Conti-Testgelände in Uvalde, Texas (USA) stand zur Erneuerung an, denn um bei Reifentests absolut zuverlässige Messergebnisse zu erhalten, muss der Belag höchsten Ansprüchen genügen.
Ausgewählte Fahrer dürfen auf dem Testgelände so richtig Gas geben.
Hier, gut 110 km von der Grenze zu Mexiko entfernt, befindet sich das Testgelände »Uvalde Proving Grounds« des Reifenherstellers Continental Tire the Americas, LLC.
Elf verschiedene Teststrecken stehen Conti auf dem 2.023 ha großen Areal zur Verfügung, um seine Reifen härtesten Prüfungen zu unterziehen:
ein Hochgeschwindigkeitsoval, verschiedene Asphalt-, Zement-, Schotter- und Matschstrecken, felsiges Gelände sowie zahlreiche Spezialteststrecken.
Der Standort ist gut gewählt, denn das Klima in der Region zeichnet sich durch milde bis warme Temperaturen aus.
Schlechtes Wetter macht der Reifenhersteller lieber selbst – besser gesagt wird dafür unter anderem eine rund 60.000 m2 große Fahrdynamikplattform genutzt.
Diese Plattform ist um 1 % geneigt und kann mit Wasserhöhen zwischen 1,3 und 2,8 mm geflutet werden. Um verwertbare Aussagen über das Reifenverhalten bei Regenwetter zu erhalten, muss die Fläche allerdings makellos sein und höchste Anforderungen in puncto Ebenheit und Standfestigkeit erfüllen – schließlich muss der Wasserfilm überall gleich dick sein und darf an keiner Stelle der Fläche reißen.
Der Asphaltbelag dieser Plattform wurde jetzt saniert.
Eine Herausforderung für die Baufirma Reece Albert, Inc., die hierfür VÖGELE Technologie einsetzte.
Zur Vorbereitung wurde der vorhandene Belag bis zu einer Dicke von etwa 12,5 cm abgefräst.
Nach einer Versiegelung kam der Raupenfertiger SUPER 2100-2 mit der Ausziehbohle AB 600-2 in einer Arbeitsbreite von 4,5 m zum Einsatz um die 4,5 cm dicke Binderschicht zu erstellen.
Danach wurde in der gleichen Breite die 2,5 cm dicke Deckschicht aufgebracht.
Um die von Conti geforderte besonders hohe Verdichtung des Mischguts von 92 bis 97 % zu erreichen, wurde die Bohle in der Version mit Tamper und zwei hochverdichtenden Pressleisten eingesetzt.
Dank dieser impulshydraulisch beaufschlagten Hochverdichtungstechnologie erzielt der Straßenfertiger, nach eigenen Angaben, die höchsten Vorverdichtungswerte, die mit einem Fertiger überhaupt möglich sind.
Die Verdichtung gilt als Grundlage für langlebige und standfeste Asphaltflächen.
So wurden nach jeweils 500 t verdichteten Asphalt entsprechende Tests durchgeführt, die dann alle vorgegebenen Anforderungen erfüllten.
Starke Relevanz legte Conti aber auch auf die Ebenheit:
Über eine Entfernung von 3 m in Längs- und Querrichtung waren nur 3 mm Abweichung erlaubt.
Um solche strengen Anforderungen zu erfüllen, mussten auch begleitende Faktoren wie die Lufttemperatur und die Temperatur des Mischguts genau einkalkuliert werden.
Auch bei der Maschinentechnik setzte die Einbaumannschaft auf höchste Präzision und verließ sich auf die Nivellierautomatik des deutschen Maschinenherstellers.
Um den Einbau zu überwachen und perfekte Ergebnisse zu erzielen, wurde der Fertiger rechts mit einem Big-MultiPlex-Ski ausgestattet, der den zu überbauenden Untergrund abtastete.
Ein US-Ski orientierte sich an der bereits eingebauten Bahn. So wurde sichergestellt, dass selbst kleinste Abweichungen von den strengen Vorgaben sofort erkannt und korrigiert werden konnten.
Für das ausführende Unternehmen und dem Reifenhersteller bleibt die Feststellung:
Das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie.




